Gerwig & Gonzalez
 
 
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Vierhändiges Spiel auf sehr hohem Niveau

Das Duo Christine Gerwig und Efraín González gastierte beim Klaviersommer im Beethoven-Haus

„Bonn. Viel besser hätten die Voraussetzungen für das deutsch-mexikanische Klavierduo Christine Gerwig und Efraín González kaum sein können. Alfons Kontarsky vom legendären Kontarsky-Duo hat die beiden Studenten am Salzburger Mozarteum entdeckt. Bei Yaara Tal und Andreas Groethuysen, dem derzeit vielleicht besten Klavier-Duo überhaupt, absolvierten sie Meisterkurse. Und so hatten dann auch die Bonner Klavierfreaks beim Klaviersommer des Beethoven-Hauses neugierig den Kammermusiksaal am Dienstag überbucht.

Beide – nur bei Johannes Brahms und natürlich bei der Isaac-Albéniz-Zugabe am Ende spielt González oben, sonst sitzt da Christine Gerwig – haben sich für Mozart engagiert, von der ausgedehnten Adagio-Einleitung an. Mozart war die Hauptsache, Brahms’ 16 Walzer op. 39 wie stets das Verführerischste – es gibt eine schöne Aufnahme von Aloys und Alfons Kontarsky. Aber auch die beiden Nachfahren haben die Walzer tempofest und musikalisch tadellos organisiert vorgeführt. Das verfehlte seine Wirkung nicht, der Applaus war groß.

Bei Franz Schuberts frühem D-Dur-Rondo (1818) ahnte man die großen Vorbilder Tal und Groethuysen. Das spätere Rondo in A-Dur ist zehn Jahre danach sicher das schönere, aber auch dem in D gewannen sie leichte, spielerische Züge.

Von Antonin Dvoraks Suite „Aus dem Böhmerwald“ op.68 gefielen mir am besten das erste und vierte Stück.

Alles in allem: Dieses junge Duo hat bereits viel zu bieten.“

(Bonner Rundschau 25. Juli 2008)

Deutsch – Mexikanisches Klavier Paar

„Der „Klaviersommer“ im Bonner Beethovenhaus präsentiert sich diesmal als „Salzburger Sommer“ im Rahmen des landesweiten „Scene:Österreich“-Festival in NRW. Beispielhaft für das hohe Niveau, aber auch die Beliebtheit, die diese kleine Konzertreihe im Laufe der Jahre gewonnen hat (die Konzerte sind zumeist ausverkauft) sei hier der Auftritt des deutsch-mexikanischen Duos Christine Gerwig / Efraín González genannt. Das Klavier-Paar hatte sich beim Studium am Mozarteum kennengelernt, und mit zwei Sonaten huldigten sie auch in Bonn dem Meister aus Salzburg. Nahezu perfektes Zusammenspiel und musikantische Frische zeichnete ihr Spiel hier wie in Musik von Schubert, Brahms und Dvorák aus, dessen Suite „Aus dem Böhmerwald“ in gewisser Weise zum Höhepunkt geriet, stand ihr doch die spielerisch-elegante Grundhaltung der beiden Pianisten besonders gut zu Gesicht. Auch die köstlichen Miniaturen der 16 Walzer von Brahms (op. 39) blühten hier in all ihrer nostalgischen Schwärmerei des Wahl-Wieners auf, und die begeisterten Zuhörer ließen die beiden nicht ohne Zugabe vom Podium ziehen.“

(Köln Bonner Musikkalender)

Bonner Klaviersommer auf deutsch-mexikanische Art

Klavierduo Christine Gerwig und Efrain González präsentierten im Kammermusiksaal Klassik mit dramatischem Potenzial

„Ähnlich der außergewöhnlichen Symbiose des Pianisten-Paars Yaara Tal und Andreas Groethysen bezieht auch das Klavierduo „Gerwig-González“ inspirative Kräfte erst einmal aus seinen kulturell unterschiedlichen Wurzeln.
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Und schließlich - nach abermaligem Tausch der Parts - folgten Dvoráks sechs Charakterstücke "Aus dem Böhmerwald" op. 68, deren dramatische Potenziale die Stärken des Klavierduos Gerwig-González noch einmal sehr eindrucksvoll zur Geltung brachten“.

(General Anzeiger Bonn 24.07.2008)

Eleganz und das gewisse Etwas

„Christine Gerwig und Efraín González Ruano zeigten eindrucksvoll, warum sie sich mittlerweile einen exzellenten Ruf als Klavier-Duo erspielt haben. Gemeinsam saßen die beiden an den fantastisch klingenden schwarzen und weißen Tasten. Dabei verschmolzen Eleganz, Ernsthaftigkeit, Freude, Können und eine gewisse Coolness zu einem einzigartigen Wohlfühlpaket.

In geschmackvoller Garderobe betrat das Duo die Bühne des Kunsthauses, passend zum gesamten frischen Erscheinungsbild der fast perfekt spielenden Vollblutmusiker. Ob Mozarts „Sonate in D-Dur“, Schuberts „Rondo D-Dur“, Brahms „Walzer op. 39“ oder Dvoráks „Aus dem Böhmerwalde“: Jedes der anspruchsvollen Stücke bewältigten Gerwig und González mit einer nicht zu erklärenden Leichtigkeit, dass man zwischendurch den Eindruck hatte, die zwanzig Finger fliegen und schweben nur so über die Klaviatur des Flügels. So eine Wahrnehmung mag zum einen daran liegen, dass alle Stücke auswendig gespielt wurden. Zum anderen merkt man der Musik einfach an, dass die zwei Virtuosen auch im privaten Leben ein Paar sind.

Nicht selten hat man bei Klavierabenden schon erlebt, dass die Stücke zwar fehlerfrei, aber auch ohne das notwendige Gefühl interpretiert wurden. Nicht so bei Christine Gerwig und Efraín González. Sie spielen vielmehr wie aus einem Guss, wie eine Einheit, die nichts erschüttern kann. Und sie ergänzen sich, als wären ihre Musikerseelen verwandt. Viel Mimik und ab und an ein Lächeln gehören zur Performance des Duos, deren Begeisterung sich auf das Publikum überträgt. Ihr junges, sympathisches Auftreten in Kombination mit ihrer großen Musikalität, das kam auch beim Seelscheider Publikum bestens an.

Mit dem ausgezeichneten Konzert des Klavier-Duos Gerwig und González gelang dem Veranstalter Herrn Sondermeier auf jeden Fall ein Volltreffer.“

(Kölnische Rundschau Rhein-Sieg 26.7.08)